Die Meere bilden auf der Erde die größten Ökosysteme mit einer unglaublichen Anzahl an verschiedenen Tier- und Pflanzenarten. Doch immer stärker werden die Ozeane durch den Menschen bedroht. Müll vom Festland und den Stränden gelangt in zunehmenden Maße in die Gewässer und wird zur Gefahr für die Unterwasserwelt. Ein besonders großes Problem stellen dabei abhanden gekommene Fischernetzte, auch „Ghost Nets“ (dt. „Geisternetzte“) dar, die bei Schiffsunfällen oder besonders durch illegales Fischen verloren gehen und noch lange Zeit umhertreiben. Weil die Netze aus sehr robustem Material, meist Kunststofffasern, bestehen, verrotten diese erst nach 400-600 Jahren. Bis dahin reissen sie auf ihrem Weg durch die Ozeane alles mit sich, was ihnen in die Quere kommt.
Um dieser Vermüllung und Gefährdung der Tiere vorzubeugen
und nicht zuletzt um darauf aufmerksam zu machen, haben Künstler*innen in
Australien die Netzreste von den Küsten aufgesammelt und aus den Meeren
gefischt, um damit Skulpturen und andere Kunstwerke zu gestalten. Diese
Kunstwerke lassen sich unter anderem in diversen Museen in Australien
bewundern.